Kursbeschreibung
Im Data-Centric AI Seminar entwirfst du Data Contracts für ML-Pipelines, prüfst die Qualität von Labels mit definierten Regeln und priorisierst Datenfehler nach ihrem Risiko für das Modell. Damit verlagerst du die Fehleranalyse an die Stellen, an denen viele Probleme entstehen: Trainingsdaten, Merkmalsdefinitionen und Übergaben zwischen Datenproduzenten und ML-Systemen. Schemaänderungen, abweichende Semantik oder unklare Zuständigkeiten werden so erkannt, bevor sie Modelltraining und Produktion beeinträchtigen.
Data-Centric AI betrachtet Datenqualität als fortlaufende Aufgabe. Du untersuchst Drift, Ausreißer, Duplikate und Unterschiede zwischen Trainingsdaten und Produktionsrealität. Bei Labels geht es um eindeutige Definitionen, Annotation-Guidelines, Ground Truth und Review-Schleifen für Grenzfälle. Data Contracts bündeln diese Anforderungen mit Regeln für Ownership, Verfügbarkeit und Änderungen. Das Training ergänzt damit die technischen Perspektiven unserer Data-Science- und KI-Datenanalyse-Schulungen.
Du verknüpfst Contract-Checks mit CI/CD-Abläufen und leitest aus Monitoring und Modellfehlern konkrete Datenverbesserungen ab. Data Engineers, ML-Teams und Governance-Verantwortliche erhalten damit eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Änderungen an produktiven ML-Datenpipelines. Wer anschließend die technische Umsetzung vertiefen möchte, findet im Data-Engineering-Training für KI-Pipelines den passenden Lernpfad. Kleine Gruppen mit zwei bis acht Personen schaffen Raum für fachliche Rückfragen und den Austausch mit einem Trainer aus der Praxis. Wähle den passenden Termin und buche das zweitägige Training für dein ML- oder Datenteam.
Die wichtigsten Themen im Überblick
- Data Contracts für ML-Pipelines entwerfen
- Label-Qualität mit Regeln prüfen
- Datenfehler nach Modellrisiko priorisieren
- Contract-Checks in CI/CD verankern
- Feedback-Loops für Datenverbesserungen
Zielgruppe
- Data Engineers mit Verantwortung für ML-Datenpipelines
- ML Engineers in produktiven KI-Systemen
- Data Scientists mit Verantwortung für Trainingsdaten
- Data Stewards und Governance-Verantwortliche für Datenprodukte
- Teams mit gemeinsamen Qualitätsregeln für ML-Daten
Voraussetzung für die Schulung
- Grundkenntnisse in Datenmodellen und Datenpipelines
- Grundverständnis von Machine Learning und Trainingsdaten
- Erfahrung in Analytics-, Data-Engineering- oder ML-Projekten
- Für den fachlichen Einstieg: Einführung in Data Science und Machine Learning
Kursinhalte
Data-Centric AI und Verantwortlichkeiten
- Prinzipien datenzentrierter KI-Entwicklung
- Modellzentrierte und datenzentrierte Optimierung
- Fehlerquellen in ML-Datenpipelines
- Rollen in Engineering und Governance
Datenqualität für ML-Datasets
- Qualitätsdimensionen für Trainingsdaten
- Drift, Ausreißer und Duplikate
- Abweichungen in Produktionsdaten
- Risikobasierte Fehlerpriorisierung
Label-Strategien und Ground Truth
- Label-Definitionen und Annotation-Guidelines
- Label-Noise und Grenzfälle
- Reviews für kritische Labels
- Ground Truth und Fachlogik
Data Contracts für ML-Systeme
- Struktur eines Data Contracts
- Schema und fachliche Semantik
- Qualitätsregeln und Verfügbarkeit
- Ownership und Zuständigkeiten
- Versionierung und Breaking Changes
Contract-Checks und Feedback-Loops
- Contract-Checks in CI/CD
- Datenqualität und Modell-Performance
- Modellfehler als Datensignale
- Incident-Analyse bei Datenproblemen
Governance und Umsetzung
- Verantwortung für ML-Datasets
- Datenprodukte und fachliche Ownership
- Dokumentation von Datenänderungen
- Audit-Fähigkeit der Datenversorgung
- Roadmap für Data-Centric AI





