Kursbeschreibung
Ein KI-Agenten-Seminar für Führungskräfte muss vor allem eine Frage klären: Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Agent Informationen sammelt, Ergebnisse vorbereitet oder Arbeitsschritte selbstständig ausführt? Ohne festgelegte Grenzen entstehen Risiken durch falsche Ergebnisse, vertrauliche Daten in ungeeigneten Kontexten, ungeprüfte Empfehlungen und Entscheidungen ohne nachvollziehbare Grundlage.
In zwei Tagen entwickelst du einen Führungsrahmen für den kontrollierten Einsatz von KI-Agenten. Du klassifizierst Aufgaben nach Risiko, Wiederholbarkeit und Prüfaufwand. Darauf aufbauend formulierst du Delegationsregeln, Akzeptanzkriterien, Freigabepunkte und Stopp-Regeln. Die klare Trennung zwischen Ergebnisvorbereitung und menschlicher Entscheidung verhindert, dass Verantwortung stillschweigend auf ein KI-System übergeht.
Delegationskarte, Risikomatrix, Review-Checkliste, RACI-Modell und Team-Playbook dienen als konkrete Arbeitsgrundlagen. Du überträgst diese Instrumente auf Zusammenarbeit, Service-Prozesse oder Projektabläufe und legst fest, welche Rolle der Fachbereich, die IT und die zuständige Führungskraft übernehmen. Halluzinationen, Prompt-Injection, Datenabfluss und Excessive Agency werden nicht nur als technische Risiken behandelt. Entscheidend ist, wie Führungskräfte solche Fehler durch kontrollierbare Aufträge, dokumentierte Prüfungen und eindeutige Eskalationswege begrenzen.
Das Training gehört zum Angebot der KI-Schulungen für Führungskräfte. Kleine Gruppen mit zwei bis acht Personen lassen Raum für die Arbeit an konkreten Verantwortungsfragen. Trainer aus der Praxis begleiten die Übertragung auf deinen Verantwortungsbereich. Frage einen passenden Termin für dich oder dein Team an.
Die wichtigsten Themen im Überblick
- KI-Aufträge nach Risiko klassifizieren
- Freigabepunkte verbindlich festlegen
- Stop-Regeln für Agenten definieren
- Agenten-Ergebnisse prüfbar machen
- Rollenmodell für Mensch und Agent
- Team-Playbook für den Transfer
Zielgruppe
- Führungskräfte aus Fachbereichen mit Automatisierungsverantwortung
- Teamleitungen für Wissensarbeit und Service-Prozesse
- Projektleitungen mit KI-Agenten in Workflows
- Operations-Verantwortliche mit Qualitäts- und Risikosteuerung
- Führungskräfte, die Agenten-Aufgaben erstmals verbindlich regeln wollen
Voraussetzung für die Schulung
- Grundverständnis von generativer KI und Prompts
- Kenntnis betrieblicher Arbeitsabläufe
- Führungserfahrung oder Prozessverantwortung hilfreich
- Keine Programmierkenntnisse erforderlich
- KI-Grundlagen aus dem Training Künstliche Intelligenz 2026 oder vergleichbare Kenntnisse
- Für erste Erfahrungen mit KI-Agenten eignet sich der Einstieg in KI-Agenten und Aufgabenautomatisierung
Kursinhalte
Auftrag und Grenzen von KI-Agenten
- Rollen von Mensch und KI-Agent
- Assistenz und Teilautonomie
- Vorbereitung und menschliche Entscheidung
- Freigaben und Eskalationswege
Delegationsregeln für Agenten-Aufgaben
- Ziel und erwartetes Ergebnisformat
- Kontext und Wissensübergabe
- Datenrahmen für den Auftrag
- Risiko und Wiederholbarkeit
- Stopp-Regeln und Freigaben
Prüfung von Agenten-Ergebnissen
- Review-Gates für Arbeitsschritte
- Akzeptanzkriterien für Ergebnisse
- Stichproben und Vier-Augen-Prinzip
- Dokumentation von Annahmen
- Nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen
Risiken beim Agenten-Einsatz
- Halluzinationen und Scheingenauigkeit
- Schutz vertraulicher Informationen
- Prompt-Injection und Tool-Fehler
- Excessive Agency und Fehlsteuerung
- Ungeprüftes Vertrauen in Ergebnisse
Steuerung des Mensch-Agent-Teams
- Teamregeln für Übergaben
- Rollen von Fachbereich und IT
- Verantwortung für die Prüfung
- Zuständigkeit für Entscheidungen
- Eskalation bei Abweichungen
AI-Agents-Management im Betrieb
- RACI-Modell für die Agenten-Nutzung
- Kennzahlen für Qualität und Risiko
- Review-Checkliste für Agenten-Ergebnisse
- Playbook für wiederkehrende Prozesse
- Transferplan für den Verantwortungsbereich





