Kursbeschreibung
In der Praxis scheitert KI in der Kommunikation selten an der Technik, sondern an fehlenden Regeln: unklare Verantwortlichkeiten, unsaubere Datenbasis, keine überprüfbaren Quellen und zu späte Freigaben. In diesem Seminar baust Du deshalb zuerst die Leitplanken, bevor Du Tempo machst. Du definierst Rollen, Rechte und Freigabeschritte und legst fest, welche Informationen in KI-Tools nicht verarbeitet werden dürfen. Darauf aufbauend entwickelst Du eine Prompt-Bibliothek, die wiederholbare Ergebnisse liefert, zum Beispiel für Holding Statements, Pressemitteilungen, Q&A, interne Updates und Social-Varianten. Ein zentraler Teil ist die Absicherung der Qualität. Du lernst konkrete Techniken, um Halluzinationen zu erkennen, Zitate zu prüfen und Aussagen so zu formulieren, dass sie belastbar bleiben. Du übst, aus vielen Quellen ein konsistentes Lagebild zu erstellen, Stakeholder-Interessen zu strukturieren und Risiken zu priorisieren. Anschließend setzt Du Krisenkommunikation als Prozess um: Issue-Map, Szenario-Matrix, Eskalationsstufen, Timing der Updates und klare No-Go-Formulierungen. Zum Abschluss bringst Du Governance und Recht zusammen: Datenschutz, Vertraulichkeit, Urheberrecht, Versionierung und Dokumentation. Du verlässt den Kurs mit einem sofort einsetzbaren Vorgehen, das Dir im Ereignisfall Zeit spart und gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit gegenüber Geschäftsleitung, Rechtsabteilung und Öffentlichkeit stärkt.
Die wichtigsten Themen im Überblick
- KI-Tools sicher in PR-Workflows einbinden
- Prompt-Bibliothek für Pressearbeit und Krisenfälle aufbauen
- Lagebilder mit KI schneller recherchieren und prüfen
- Pressemitteilungen, Statements und Q&As unter Zeitdruck erstellen
- Kernbotschaften, Message House und No-Go-Formulierungen schärfen
- Datenschutz, Urheberrecht und Freigaben bei KI klären
- Krisensimulationen mit KI praxisnah trainieren
- Playbooks und Prompt-Sets für kontrollierte Reaktionen entwickeln
Zielgruppe
- PR-Managerinnen und PR-Manager sowie Pressesprecherinnen und Pressesprecher
- Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Behörden und Verbänden
- Leitungen von Krisenstäben, Issue-Owner und Stakeholder-Managerinnen und Stakeholder-Manager
- Social-Media- und Community-Managerinnen und Community-Manager mit Eskalationsverantwortung
- Für alle, die KI-Tools in PR und Krisenkommunikation belastbar einsetzen wollen
Voraussetzung für die Schulung
- Grundverständnis von PR-Prozessen und Textformaten wie Statement, Pressemitteilung oder Q&A.
- Bereitschaft, mit Beispielmaterial zu arbeiten und Inhalte kritisch zu prüfen.
Kursinhalte
- KI-Setup für PR-Workflows
- Tool-Landschaft: ChatGPT, Microsoft Copilot, Claude und spezialisierte PR-Tools
- Rollen, Rechte, Freigaben: wer darf was mit welchen Daten
- Prompt-Bibliothek für Pressearbeit und Krisenfälle
- Qualitätskriterien: Tonalität, Faktenlage, Nachvollziehbarkeit
- Recherche, Monitoring und Lagebild
- KI-gestützte Themen- und Stakeholder-Analyse
- Signal vs. Noise: Priorisierung von Hinweisen und Gerüchten
- Zusammenfassen von Quellen, Briefings und Dossiers
- Red Flags: Halluzinationen, falsche Zitate, Quellenprüfung
- Content-Produktion unter Zeitdruck
- Pressemitteilungen, Statements, Q&A, Holding Statements
- Varianten für Kanäle: Website, Social, Intranet, Mail, Hotline-Skripte
- Übersetzungen und Lokalisierung ohne Bedeutungsverlust
- Styleguide- und Corporate-Wording per KI absichern
- Krisenkommunikation: Szenarien und Entscheidungslogik
- Issue-Map, Szenario-Matrix und Eskalationsstufen
- Message House, Kernbotschaften, No-Go-Formulierungen
- Stakeholder-Spezifika: Mitarbeitende, Behörden, Kundschaft, Medien
- Timing: Erstmeldung, Updates, Abschlusskommunikation
- Freigabe, Governance und Recht
- Datenschutz und Vertraulichkeit: was in KI-Tools tabu ist
- Urheberrecht, Zitatrecht, Bild- und Markenrisiken
- Auditierbare Prozesse: Versionierung, Prompt-Logging, Dokumentation
- Redaktions- und Krisenhandbuch mit KI aktualisieren
- Training, Simulation und Nachbereitung
- Krisensimulationen mit KI: Rollen, Medienanfragen, Social-Druck
- Debriefing: Was hat funktioniert, was nicht, welche Kennzahlen
- Lessons Learned in Playbooks und Prompt-Sets überführen
- Roadmap: Automatisierungsschritte ohne Kontrollverlust