Kursbeschreibung
Führung bei KI bedeutet, gleichzeitig mutig zu entscheiden und menschlich präzise zu führen. In diesem Seminar erarbeitest Du Dir die Werkzeuge, um Ängste, Widerstände und Kulturfragen rund um KI nicht dem Zufall zu überlassen. Du startest mit einer Diagnose: Welche Erzählungen kursieren bereits, wo entsteht Misstrauen, und welche Gruppen sind besonders betroffen? Du lernst, Widerstand nicht zu pathologisieren, sondern als Hinweis auf ungeklärte Rollen, fehlende Transparenz oder verletzte Fairness zu lesen. Im nächsten Schritt baust Du eine Kommunikationsarchitektur auf. Du definierst Kernbotschaften, die in allen Kanälen konsistent sind, und Du planst Dialogformate, die nicht nur informieren, sondern echte Beteiligung ermöglichen. Du übst Gesprächsführung in kritischen Situationen, etwa wenn Mitarbeitende Austauschbarkeit befürchten oder Führungskräfte Angst vor Kontrollverlust haben. Dabei geht es um Sprache, die klar ist, Grenzen benennt und dennoch Zuversicht schafft. Du lernst, wie Governance, Ethik und Leitplanken als Vertrauensanker wirken, wenn sie verständlich erklärt und in den Alltag übersetzt werden. Du planst Piloten mit sichtbarem Nutzen, aber auch mit Sicherheitsmechanismen wie Human-in-the-Loop und Eskalationswegen. Abschließend definierst Du Kennzahlen und qualitative Signale für Akzeptanz, sodass Du nicht nur „KI ausrollst“, sondern eine tragfähige Veränderung erreichst, die Teams entlastet und Leistung verbessert.
Die wichtigsten Themen im Überblick
- KI-Widerstände früh erkennen und gezielt abbauen
- Akzeptanz durch klare KI-Kommunikation schaffen
- Ängste vor KI empathisch und wirksam ansprechen
- HR, IT, Datenschutz und Betriebsrat sinnvoll einbinden
- Skeptikerinnen und Skeptiker zu Mitgestaltenden machen
- KI-Piloten für Vertrauen und Lernbereitschaft planen
- KI-Governance, Ethik und Leitplanken verständlich erklären
- Adoption, Qualität, Belastung und Stimmung messbar steuern
Zielgruppe
- Geschäftsführung, Bereichsleitungen und Teamleitungen
- Programm- und Projektverantwortliche für KI- oder Digitalinitiativen
- HR, Organisationsentwicklung und interne Kommunikation
- Product Owner, Transformation Leads und Change Manager
- Für alle, die KI im Unternehmen einführen und dabei Kultur, Kommunikation und Akzeptanz aktiv steuern wollen
Voraussetzung für die Schulung
- Erfahrung in Führung, Projektleitung oder Change-Vorhaben ist hilfreich.
- Keine technischen KI-Vorkenntnisse erforderlich.
Kursinhalte
- KI-Change verstehen: Was wirklich Widerstand auslöst
- Psychologie von Veränderung: Verlust, Kontrolle, Status
- Typische KI-Mythen im Unternehmen und ihre Wirkung
- Widerstand erkennen: passiv, aktiv, „Ja, aber“
- Frühwarnsignale in Teams, Führung und Betriebsrat
- Kommunikation, die Akzeptanz schafft
- KI-Narrativ: Nutzen, Grenzen, Verantwortung
- Transparenz über Daten, Entscheidungen, Risiken
- Fragen, die Du beantworten musst: „Was bedeutet das für mich?“
- Kommunikationsformate: Townhall, Team-Dialog, 1:1
- Emotionale Führung in KI-Projekten
- Umgang mit Angst vor Austauschbarkeit und Fehlern
- Psychologische Sicherheit: Regeln, Rituale, Vorbilder
- Konflikte moderieren: Rollen, Erwartungen, Macht
- Führungssprache: klar, respektvoll, verlässlich
- Stakeholder-Management: Von Skeptikern zu Mitgestaltern
- Stakeholder-Mapping: Einfluss, Betroffenheit, Haltung
- Kooperation mit HR, Legal, IT, Datenschutz, Betriebsrat
- Change Agents und Multiplikatoren aufbauen
- Widerstandsenergie in Pilot-Feedback umwandeln
- Akzeptanz-Design: So wird KI erlebbar
- Piloten so schneiden, dass sie Vertrauen erzeugen
- Human-in-the-Loop und klare Eskalationswege
- Qualifizierung: Rollenprofile statt Tool-Schulungen
- Messgrößen: Adoption, Qualität, Belastung, Stimmung
- Ethik, Governance und „Leitplanken“ als Vertrauensanker
- KI-Governance verständlich erklären, nicht verordnen
- Umgang mit Bias, Halluzinationen, Fehlentscheidungen
- Regeln für KI-Nutzung im Arbeitsalltag
- Verantwortung klären: wer entscheidet, wer haftet