Kursbeschreibung
In vielen Büros wird KI punktuell genutzt, aber ohne Standards: mal ein Text, mal eine Idee, mal ein Protokoll. Das spart kurzfristig Zeit, erzeugt aber neue Risiken und Inkonsistenzen. In diesem Seminar bringst Du Ordnung in die KI-Nutzung rund um Revit, Rhino und BIM-Prozesse. Du startest mit einer Bestandsaufnahme: Welche Aufgaben wiederholen sich, wo entstehen Engpässe, welche Daten liegen vor und welche Qualität muss am Ende stehen. Daraus leitest Du konkrete Use Cases ab, die sich für KI eignen, und definierst gleichzeitig No-Go-Zonen, zum Beispiel bei sensiblen Projektdaten oder rechtlich kritischen Aussagen. Im Kernteil entwickelst Du robuste Prompts und Vorlagen. Du lernst, wie Du Anforderungen so formulierst, dass KI nicht „schön“ schreibt, sondern prüfbare Ergebnisse liefert: mit Struktur, Annahmen, Quellenhinweisen und klaren Akzeptanzkriterien. Du übst Korrekturschleifen, die schnell bleiben und trotzdem Fehler abfangen. Anschließend überträgst Du das Vorgehen auf Revit: Standards, Parameterlogik und Modellkommunikation werden so aufbereitet, dass Teams konsistent arbeiten können. Außerdem nutzt Du KI, um aus Modell- und Dokumentinformationen Reports, Zusammenfassungen und Textbausteine zu erzeugen. Für Rhino und Grasshopper liegt der Schwerpunkt auf frühen Phasen: Varianten werden nachvollziehbar verglichen, Entscheidungen dokumentiert und für die BIM-Übergabe vorbereitet. Zum Abschluss erstellst Du eine umsetzbare KI-Policy inklusive Datenschutz, Mandantentrennung, Versionierung und Audit-Trail. Du gehst mit einem Set an Vorlagen und Regeln heraus, das Du im Büro sofort einführen kannst.
Die wichtigsten Themen im Überblick
- KI-Tools sinnvoll in Revit- und BIM-Workflows einsetzen
- Prompts für Entwurf, Varianten und Auswertung entwickeln
- Modell-Checks mit KI für Revit-Parameter vorbereiten
- Rhino-Varianten sauber in BIM-Prozesse übergeben
- Bauteillisten, Reports und Protokolle schneller erstellen
- DSGVO, Urheberrecht und Haftungsrisiken sicher einordnen
- Prompt-Bausteine für wiederkehrende Projektaufgaben bauen
- KI-Ergebnisse mit Checklisten prüfen und dokumentieren
Zielgruppe
- Architektinnen und Architekten mit BIM-Bezug
- BIM-Managerinnen und BIM-Manager, BIM-Koordinatorinnen und BIM-Koordinatoren
- Projektleiterinnen und Projektleiter in Planungsteams
- CAD- und Revit-Verantwortliche im Büro
- Für alle, die KI-Tools in Revit- und BIM-Workflows produktiv und sicher nutzen wollen
Voraussetzung für die Schulung
- Grundverständnis von Planungs- und Dokumentationsabläufen im Architekturbüro.
- Revit- oder Rhino-Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend.
Kursinhalte
- KI-Readiness im Architekturbüro
- Use Cases: Entwurf, Varianten, Auswertung, Dokumentation
- Datenarten: Modelle, Pläne, PDFs, E-Mails, Protokolle
- Grenzen: Urheberrecht, Halluzinationen, Haftung
- Prompting, das im Planungsalltag funktioniert
- Briefings, Zielkonflikte, Qualitätskriterien
- Prüf- und Korrekturschleifen mit Checklisten
- Wiederverwendbare Prompt-Bausteine
- Revit-Workflows mit KI-Unterstützung
- Parameter, Bauteil-Standards, Namenskonventionen
- KI für Modell-Checks und Regelhinweise
- Textarbeit: Beschreibungen, Bauteillisten, Reports
- Rhino/Grasshopper und frühe Entwurfsphasen
- Variantenbildung und Bewertungskriterien
- KI-gestützte Dokumentation von Designentscheidungen
- Übergabe in BIM: saubere Daten statt Render-FOMO
- Dokumente, LV, Protokolle: schneller zu belastbaren Texten
- Leistungsphasen-typische Textbausteine
- Besprechungsprotokolle aus Notizen strukturieren
- Risikoarme Automatisierung mit Vorlagen
- Qualität, Datenschutz, Nachvollziehbarkeit
- DSGVO: sensible Projektdaten, Mandantentrennung
- Quellen, Versionierung, Audit-Trail
- Policy: Was darf KI, was bleibt menschlich